Forscher sehen drei Risiken für den Immobilienmarkt

seit Jahren gibt es Sorgen über den deutschen Häusermarkt. Das Institut der deutschen Wirtschaft äußert seine Bedenken nun in einer neuen Studie.

Zu viele Einfamilienhäuser auf dem Land, zu viele Studentenapartments in Großstädten – das sind nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft Risiken für den Immobilienmarkt. Dazu kommen möglicherweise überoptimistische Erwartungen von Immobilieninvestoren in Sachen Mietsteigerungen, wie Michael Voigtländer und seine Kollegen vom IW in einer aktuellen Studie schreiben. Strenger werdende Mietregulierung könnte den Kalkulationen der Investoren zuwider laufen, heißt es darin.

Die Gefahr einer Immobilienblase in Deutschland sieht das Institut derzeit nicht. Es werde gerade weder zu viel gebaut, noch gebe es eine große Expansion der Immobilienkredite. „Die Chancen stehen gut, dass der Boom mit einer weichen Landung endet“, heißt es in dem Papier.

Doch für Teilbereiche des deutschen Immobilienmarkts sehen die Wissenschaftler größere Risiken. Eines davon ist laut Studie ein Überangebot ländlicher Einfamilienhäuser. „In ländlichen Landeskreisen sind mehr als doppelt so viele Einfamilienhäuser wie benötigt gebaut worden“, schreiben die Immobilienfachleute. Deswegen sollten Investoren auf der Suche nach Alternativen zu den großen Städten vorsichtig sein.

Darüber hinaus sieht die Studie Anzeichen für einen über den Bedarf hinausgehenden Bau von Kleinapartments, etwa in Frankfurt am Main. Die sinkende Zahl junger Erwachsener zwischen 18 und 25 und der Rückgang der Studentenzahlen könnte die Mieten für Mikroapartments unter Druck setzen.

Das dritte Risiko aus Perspektive von Immobilieninvestoren sehen die Wirtschaftsforscher in einer möglichen Verschärfung der Mietregulierung nach der Bundestagswahl, was Mieterhöhungen in der Zukunft erschweren könnte.

Quelle: faz.net

Immobilienboom treibt Wohnungsmieten weiter an

Auch in den ersten sechs Monaten diesen Jahres haben die Kaltmieten für Neuverträge wieder zugelegt, und zwar um mehr als 4 Prozent. Dabei setzt sich das Gefälle zwischen Stadt und Land fort.

Der Immobilienboom in Deutschland hat die Wohnungsmieten im ersten Halbjahr weiter in die Höhe getrieben. Die Kaltmieten bei Neuverträgen legten gemessen am Vorjahreszeitraum im Schnitt um 4,4 Prozent zu, wie eine am Freitag veröffentlichte Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ergab. Damit werden bei Neuvertragsmieten durchschnittlich 7,90 Euro pro Quadratmeter ohne Nebenkosten fällig.

Allerdings setzt sich das Gefälle zwischen Stadt und Land fort. Während in Städten mit mehr 500.000 Einwohnern bei Neu- und Wiedervermietungen ein Plus von im Schnitt 5,6 Prozent auf 10,39 Euro je Quadratmeter verzeichnet wurde, ergab sich in den ländlichen Kreisen nur ein Zuwachs um 3,4 Prozent auf 6,03 Euro.

Spitzenreiter bei Neuvertragsmieten bleibt München mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 16,40 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt (12,95 Euro) und Stuttgart (12,44 Euro). „In den Ballungsräumen treiben die Nachfrage, der Wettbewerb um knappes Bauland und damit verbundene hohe Grundstückspreise weiter die Preise“, erklärte BBSR-Wohnungsmarktexperte Matthias Waltersbacher. Auf dem Land blieben die Mieten hingegen erschwinglich und würden auch künftig nur moderat steigen.

Das BBSR hat für die Statistik Inserate aus Immobilienplattformen und Tageszeitungen ausgewertet. Nicht erfasst wurden Mieten aus bestehenden Verträgen.

Quelle: faz.net

Nicht immer wertsteigernd: Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach

Sachverständige werden das Vorhandensein einer Photovoltaik-Anlage in der Regel als wertsteigerndes Merkmal des Objektes einstufen. Dass es durchaus auch umgekehrt sein könnte, zeigt ein aktuelles Urteil des OLG Düsseldorf. Es kommt demnach auf die Einzelfall-Betrachtung des Objektes mit Photovoltaik-Anlage an.

In Fällen, in denen das Sonnenlicht stark reflektiert wird und zu Blendungen auf umliegenden Grundstücken führt, kann sich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach durchaus auch wertmindernd für das Objekt auswirken. Dann sind Nachbarklagen zu befürchten, die neben Rechtskosten auch Aufwände für den Rückbau beziehungsweise den Umbau der Anlage nach sich ziehen können.

Dass solche Klagen in Zukunft erfolgreich sein können, zeigt der vorliegende Fall. Der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf urteilte mit Berufungsurteil vom 21.07.2017 (AZ: OLG Düsseldorf I-9 U 35/17) zu Gunsten des klagenden Nachbareigentümers. Dieser sah die Nutzungsmöglichkeiten seines Grundstückes wegen der Blendwirkung ganz erheblich beeinträchtigt. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass dies zutreffe. Die Blendwirkung stelle eine wesentliche Beeinträchtigung dar, die der Kläger nicht hinnehmen muss.

Im strittigen Fall hatte der gerichtlich bestellte Sachverständige festgestellt, dass solche erheblichen Blendwirkungen an mehr als 130 Tagen im Jahr vorliegen. Diese ersteckten sich zeitweise über die gesamte Grundstücksbreite und dauerten bis zu 2 Stunden am Tag an. Der Nachbar muss die Blendwirkungen nun durch geeignete Maßnahmen reduzieren.

Das Gericht stellte auch fest, dass die gesetzgeberische Wertentscheidung, Photovoltaik-Anlagen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu fördern, nicht zu einer grundsätzlichen Duldungspflicht der Nachbarschaft führt. Dies hatte die Vorinstanz noch bejaht. Es komme auf eine Einzelfallprüfung und die jeweilige konkrete Beeinträchtigung für die Nachbarschaft an. Photovoltaik-Anlagen dürften nicht ohne Rücksicht auf die Belange der Nachbarschaft errichtet werden. Blendungen durch Photovoltaik-Anlagen seien auch nicht als ortsüblich hinzunehmen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Senat hat die Revision nicht zugelassen.

Quelle: Sprengnetter.de

Grundstücksrecht: Kaufpreisminderung bei unbewohnbarer Wohnimmobilie

Wird eine Immobilie als Vermietungsobjekt zu Wohnzwecken verkauft, so kann der Käufer davon ausgehen, dass die gesamte Immobilie baulich auch tatsächlich hierfür geeignet ist. Gibt es in den Räumen jedoch ein massives Feuchtigkeitsproblem, können diese nicht zu Wohnzwecken genutzt werden und das Objekt ist insoweit mangelhaft. In dem konkreten Fall des Oberlandesgerichts Saarbrücken wurde das Hinterhaus der Immobilie durch jahrzehntelanges Eindringen von Feuchtigkeit schwer geschädigt. Tragende Stahlteile korrodierten, die Decke des Kellers hing durch und die Wände der Wohnung im Erdgeschoss waren durchfeuchtet. Dieser Zustand ließ keine Vermietung als Wohnraum zu, sodass der Käufer den Kaufpreis mindern konnte.

Kommentar

In seinem Urteil betont das OLG Saarbrücken, dass eine bestimmte Beschaffenheit einer Immobilie (hier: die Eignung zur Wohnraumvermietung) im Kaufvertrag nicht ausdrücklich vereinbart werden muss, sondern sich auch aus der Beschreibung des Kaufobjekts ergeben kann. So darf man z.B. aus einer beigefügten Mietaufstellung mit Wohnflächen- und Mietangaben darauf schließen, dass das Gebäude auch den baulichen Zustand aufweist, den die Vermietung zu Wohnzwecken erfordert. Das Fehlen dieser Nutzungsmöglichkeit führt dann – ungeachtet eines vereinbarten Gewährleistungsausschlusses – zu einem Mangel des Grundstücks und den entsprechenden Rechten des Käufers.

Fundstelle: OLG Saarbrücken, Urteil vom 22.06.2017, 4 U 30/16

 

Quelle: bethge-legal.com

Baudarlehen im Schnitt teurer, Forward-Darlehen unverändert

Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Baufinanzierung anhand der Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB).

Im Juli zahlen Kreditnehmer für Baufinanzierungen etwas mehr: Die durchschnittliche Monatsrate für ein Darlehen von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehnjähriger Sollzinsbindung steigt um drei Euro auf 461 Euro. Das ist der höchste Mittelwert seit Februar 2016, der aber immer noch auf einem niedrigen Niveau liegt: Bis Oktober 2014 betrug die Monatsrate mehr als 500 Euro, Ende 2013 über 600 Euro.

Die Darlehenshöhe verändert sich im Juli nicht, sondern beläuft sich wie im Vormonat auf 201.000 Euro. Auch der Tilgungssatz (2,84 Prozent, im Juni 2,86 Prozent) und der Beleihungsauslauf (79,34 Prozent, 0,08 Prozentpunkte weniger als im Juni) sind relativ konstant.

Wenig Bewegung bei Darlehensarten

Die Nachfrage nach Annuitätendarlehen geht im Vergleich zum Juni zwar zurück, aber nur marginal. Mit 77,47 Prozent bleibt der Wert auf Rekordhöhe. Wenig Bewegung ist auch bei den Forward-Darlehen festzustellen. Ihr Anteil steigt um 0,1 Prozentpunkte auf 11,49 Prozent. Das lässt den Rückschluss zu, dass Kreditnehmer auf weiterhin niedrige Bauzinsen vertrauen. Nur gut jeder zehnte Anschlussfinanzierer nutzt die Möglichkeit, sich mit dem so genannten Forward-Aufschlag die jetzigen Zinsen lange im Voraus festzuschreiben. Im Februar dieses Jahres war noch fast jede fünfte Finanzierung ein Forward-Kredit.

Die KfW-Darlehen sind nach wie vor für immer weniger Immobilienkäufer interessant. Machte ihr Anteil bis Ende 2014 noch einen zweistelligen Prozentsatz aus, sinkt er sukzessive auf immer neue Rekordtiefs – aktuell sind es 6,41 Prozent. Darlehen mit variablen Zinssätzen spielen mit 0,9 Prozent auch im Juli nur eine statistische Nebenrolle.

Quelle: DEAL-Magazin.de

Von Grund auf sicher – Wozu dient eigentlich ein Grundbucheintrag?

Beim Grundbuch handelt es sich um ein beim Amtsgericht geführtes Register, das die Rechtsverhältnisse von Grundstücken dokumentiert. Es gibt Aufschluss über Größe, Nutzungsart, Eigentumsverhältnisse sowie Lasten und Beschränkungen einer Immobilie. Zudem liefert es Kaufinteressierten bereits vor der Investition umfassende Informationen zu einem Objekt. Für das Grundbuch und die Eintragung der Besitzverhältnisse ist ein Notar zuständig. Erwirbt eine Eigentümergesellschaft eine Immobilie, dokumentiert eine Teilungserklärung die Sondernutzungsrechte an den Wohneinheiten sowie den Gemeinschaftsbereichen. Dank des Grundbuches beziehungsweise des Teileigentumsgrundbuches besteht die Möglichkeit, eine Immobilie im Testament als Erbschaft zu vermerken, bei Schulden zu beleihen, sie zu verkaufen oder zu verschenken.“

Quelle: DEAL-Magazin.de

Immobilienverkauf: Wer haftet bei versteckten Mängeln?

Ob plötzlicher Familienzuwachs oder der langgehegte Wunsch nach Eigentum: Gründe für den Immobilienerwerb gibt es unzählige. Damit aus dem Traumhaus kein Albtraum wird, sollten sich Käufer genau darüber informieren, welche Rechte sie nach dem Erwerb bei auftretenden Mängeln haben. „Fallen Mängel erst hinterher auf, werden sie nicht nur zum Ärgernis, sondern häufig zur Kostenfalle. Deshalb sollten Käufer so genau wie möglich hinschauen und am besten auch einen Sachverständigen wie beispielsweise einen Architekten mit zur Besichtigung nehmen“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Verkäufer sind nach § 433 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) dazu verpflichtet, Immobilien ohne versteckte Mängel zu veräußern. Treten nach dem Kauf dennoch Mängel auf, müssen Eigentümer klären, ob es sich um einen Sach- oder um einen Rechtsmangel handelt. Allgemein wird zwischen offenen, versteckten und arglistig verschwiegenen Mängeln differenziert. Bei offenen Mängeln, wie beispielsweise deutlich sichtbare Risse in der Fassade, besteht keine Gewährleistung. Auch bei versteckten Mängeln kann der Käufer den Verkäufer nicht belangen, denn er haftet laut Gesetz nicht, wenn er keine Kenntnis davon hatte oder diese nicht erkennen konnte. „Nur wenn der Verkäufer den Mangel kannte und den Immobilienerwerber nicht davon in Kenntnis gesetzt hat, haftet er. Allerdings muss der Käufer die arglistige Täuschung nachweisen, was in den meisten Fällen nahezu unmöglich ist“, so Scharfenorth weiter. Eine Ausnahme bildet hier der Gewährleistungsausschluss bei baujahrtypischen Mängeln. Handelt es sich um sehr alte Immobilien, entsprechen die Heizungsanlagen, Elektroinstallationen oder die Wärmedämmung nicht den heutigen Standards. Diese Mängel kann der Käufer nicht dem Verkäufer als versteckte Mängel anlasten, sondern muss selbst für die Sanierung aufkommen.

Quelle: DEAL-Magazin.de

Wachstum bei Miet- und Kaufpreisen nähert sich an

Die angebotenen Kaufpreise auf dem Wohnungsmarkt sind in den Großstädten im ersten Halbjahr 2017 nur noch geringfügig schneller gewachsen als die Mietpreise. Das ergibt eine Untersuchung von JLL in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig.

http://www.immobilien-zeitung.de/profile/geo/Deutschland/Sachsen/Dresden

Für die Mieten ermittelt JLL im Schnitt eine Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 7%, bei den Kaufpreisen sind es 8%. Den höchsten Anstieg bei den Mieten verzeichnete Berlin mit rund 13%, gefolgt von München mit 11%. In Stuttgart wird ein Plus von 8% registriert, in Köln 9%, in Düsseldorf und Leipzig jeweils 6%. Frankfurt verbuchte lediglich 3%. Nachdem es 2014 und 2015 nach einer leichten Beruhigung der stark angestiegenen Mietpreise ausgesehen habe, stellten sich 2016 und 2017 vor allem in Berlin und München neue Höchstwerte ein, konstatiert JLL. Die Researcher des Maklerhauses registrieren in München im Mittel eine Angebotsmiete von 18,70 Euro/qm. In Frankfurt sind es 13,70 Euro/qm, in Stuttgart 13,55 Euro/qm. In Berlin kletterten die Mietpreise auf 10,80 Euro/qm.

Höchster Anstieg in Berlin und Düsseldorf

Die angebotenen Kaufpreise für Eigentumswohnungen verteuerten sich in Berlin im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um rund 12,5%, Düsseldorf erreicht 10%. In Hamburg, Frankfurt, Leipzig und Köln registriert JLL zwischen 7% und 9%. Unter dem Mietpreisanstieg blieben die Kaufpreise in München (+5%) und Stuttgart (+3%). Teuerste Stadt bleibt laut JLL aber München mit durchschnittlich 6.790 Euro/qm. In Frankfurt werden im Mittel 4.550 Euro/qm verzeichnet, in Hamburg (4.210 Euro/qm). Köln und Düsseldorf bringen es auf 3.310 Euro/qm bzw. 3.660 Euro/qm, Berlin kommt auf 3.730 Euro/qm.

Quelle: Immobilien-zeitung.de

Sachverständiger muss auf Parteiantrag zur Verhandlung geladen werden

Hat das Gericht einen Sachverständigen mit der Erstellung eines schriftlichen Gutachtens beauftragt, dürfen die Parteien dazu in der mündlichen Verhandlung Fragen stellen. Wird der Parteiantrag auf Ladung des Sachverständigen vom Gericht ignoriert, liegt ein Verstoß gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör vor, der zur Aufhebung des Urteils führt.

Das Sachverständigengutachten ist in vielen Prozessen ausschlaggebend für den Ausgang des Verfahrens. Es ist daher nicht nur wichtig, das auch die Parteien Unklarheiten dazu klären und Fragen dazu stellen können. Es besteht auch ein grundgesetzlich geschützter Rechtsanspruch.

Quelle: haufe.de

Grundstücksrecht: Rücktritt bei Marderbefall

Ist dem Verkäufer einer Immobilie bekannt, dass diese seit Jahren von Mardern befallen ist und verschweigt er dies -wohlwissend, dass der Verkauf bei Kenntnis des Käufers von den eingenisteten Tieren nicht stattgefunden hätte- kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten. Im konkreten Fall hatten die langjährigen Mieter immer wieder auf den Marderbefall hingewiesen, woraufhin technische Maßnahmen gegen den Befall eingeleitet wurden. Außerdem weigerte sich ein Schornsteinfeger, wegen der Marderschäden das Dach der Immobilie zu betreten. All dies ist dem Verkäufer bekannt gewesen, weshalb er die Käufer über den Befall hätte informieren müssen. Weil er schwieg, konnte der Käufer zurücktreten.

Kommentar

Den Verkäufer einer Immobilie trifft grundsätzlich eine Aufklärungspflicht über Mängel des Objektes. Ein wiederkehrender Marderbefall ist ein erheblicher Mangel der Immobilie. Verschweigt ein Verkäufer einen solchen Befall in dem Wissen, dass der Kaufvertrag bei Kenntnis über die Marder nicht so (etwa hinsichtlich der Höhe des Kaufpreises) abgeschlossen würde, kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten. Daran ändert auch ein vertraglich vereinbarter Haftungsausschluss nichts, denn dieser gilt gerade in solchen Fällen nicht.

Grundstücksrecht: Nicht jeder Überbau muss hingenommen werden

Der Überbau eines Nachbargrundstücks durch eine neu anzubringende Wärmedämmung gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) muss für ein Bestandsgebäude grundsätzlich geduldet werden. Wird ein Grundstück dagegen neu bebaut, ist eine gemäß EnEV anzubringende Wärmedämmung bereits bei der Planung und Erstellung des Gebäudes zu berücksichtigen. In dem zugrunde liegenden Fall hatte eine Berliner Wohnungseigentümergemeinschaft gegen den Eigentümer des benachbarten Grundstückes auf Duldung des Überbaus für eine Fassaden-Wärmedämmung geklagt. Bei der Errichtung des Gebäudes war keine entsprechende Dämmung angebracht worden. Dies sollte nun nachgeholt werden, wofür der Überbau erforderlich war. Die Klage blieb allerdings erfolglos. Denn nach der bei Errichtung des Mehrfamilienhauses geltenden EnEV 2001 sei diese Dämmung von vornherein erforderlich gewesen und hätte daher eingeplant werden müssen, so der Bundesgerichtshof.

Praxistipp

Die Überbau-Duldungspflicht für Nachbargrundstücke bei der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden stellt sich als weitestgehend unproblematisch dar. Dies gilt zumindest für solche Bestandsgebäude, für die bei Errichtung die Energieeinsparverordnung noch nicht galt. Bei der Planung neuer Gebäude kann eine Wärmedämmung von Beginn an berücksichtigt werden. Ein Nachbar muss einen Überbau aufgrund einer schlicht vergessenen Wärmedämmung nicht hinnehmen!

 

Quelle: bethge-legal.com

Wohnungsmarkt: Mieten und Kaufpreise nähern sich an

Das hohe Mietpreiswachstum setzte sich im ersten Halbjahr 2017 in den meisten der acht von JLL untersuchten deutschen Metropolen fort, im Durchschnitt um rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am deutlichsten war der Anstieg in Berlin mit 13 Prozent auf Jahressicht und um 80 Prozent seit 2004. Die Kaufpreise legten im Durchschnitt um acht Prozent zu, also nur noch geringfügig mehr als die Mietpreise.

Quelle: haufe.de

Immobilienbewertung: Makler und Onlinebörsen häufig ohne Sachverstand

Wertermittlung ist ein sensibles Thema. Immer öfter bewerten Makler, Immobilienbörsen oder unabhängige Plattformen Immobilien. Das kostet in der Regel nichts, sagt aber auch nichts aus. Die Ergebnisse müssen falsch sein, sagt unser Experte Christoph Ziercke und erklärt auch warum. Unter dem Strich habe eine Verschiebung des Wettbewerbs zu Ungunsten der qualifizierten öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen stattgefunden. …

Fazit: Das Ergebnis wird vom Kunden in den meisten Fällen nicht hinterfragt, weil Sachkunde und ein richtiger Verfahrensweg unterstellt werden. Doch zeigen die dargestellten Abläufe, dass eine Bewertung seitens einer Immobilienbörse nichts mit einer klassischen seriösen Wertermittlung zu tun hat, da die Verfahrensabläufe entweder zu oberflächlich oder nicht nachvollziehbar sind. In vielen Fällen wird nicht einmal das richtige Verfahren gewählt.

Quelle: haufe.de

Immobilienblase: Gefahr steigt in 13 Landkreisen

Der Empirica-Blasenindex steigt wieder an, gegenüber dem ersten Quartal 2017 legte er im zweiten Quartal in den Wachstumsregionen um 0,03 Punkte, in den Schrumpfungsregionen nach einer kleinen Entwarnung wieder um 0,02 Prozent zu. Die Gefahr einer Immobilienblase ist der Erhebung zufolge in 13 Kreisen höher als im Vorquartal. Wie wird es weiter gehen?

Vor allem die Einzelindices „Vervielfältiger“ und „Preis-Einkommen“ (je plus 0,06) pushen den Gesamtindex im Vergleich zum Vorquartal weiter nach oben.

Das Angebot an Wohnraum steige, aber laut Empirica droht kein Überangebot, sondern eher die Tendenz in Richtung „ausreichend“. Die Nachfrage in den so genannten Schwarmstädten wachse aufgrund der nachlassenden Binnen- und Auslandszuzugs langsamer, aber sie schrumpft nicht, es drohen keine Leerstände.

Gegenüber dem Vorquartal steigt die Blasengefahr nach Angaben von Empirica in den betrachteten Großstädten nur in Dresden leicht an. Weiterhin wird für acht (Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) der zwölf (Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart) Städte damit einmal mehr eine „eher hohe“ Blasengefahr indiziert (Vorquartal acht, vor drei Jahren fünf). In Essen und nun auch in Dresden ist die Gefahr „mäßig hoch“, in Leipzig „gering“ und in Dortmund sogar „sehr gering“.

Quelle: haufe.de

Preise für Bestandshäuser im Juni 2017 unter Vorjahreswert

Die Preise für Bestandshäuser sind im Juni gegenüber Mai zwar leicht um 0,62 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden sie aber erstmals seit rund sieben Jahren wieder günstiger. Der durchschnittliche Preis sank laut Europace Hauspreis-Index (EPX) innerhalb von zwölf Monaten um 1,03 Prozent. Müssen sich Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern nun Sorgen um einen Wertverfall ihrer Immobilien machen?

„Der ganz überwiegende Teil nicht“, sagt Europace-Chef Thilo Wiegand. Dass die Preise sinken ist deshalb überraschend, weil am Markt weithin wesentlich mehr Nachfrage als Angebot herrscht, was die Preise grundsätzlich treibt. Doch dies gelte nur in den Groß- und vielen Mittel-Städten.

„In ländlichen Bereichen oder Regionen mit Bevölkerungsrückgang geben mangels Nachfrage auch die Immobilienpreise nach“, so Wiegand.

Die Preisentwicklung gerade bei Bestandshäusern sei entsprechend regional sehr unterschiedlich. Dies zeigt auch der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI), der zwar keine ländlichen Regionen, sondern nur Metropolregionen betrachtet, „doch selbst hier sieht man sehr unterschiedliche Preisentwicklungen bei Wohnimmobilien innerhalb Deutschlands“, schließt Wiegand ab.

EPX-Index für Eigentumswohnungen steigt deutlich

Der EPX-Teil-Index für Eigentumswohnungen ist im Juni im Vergleich zum Vormonat um 1,75 Prozent deutlich gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,65 Prozent. Die Preise bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern legten gegenüber Mai 2017 um 0,71 Prozent, gegenüber Juni 2016 um 11,44 Prozent zu. Für den EPX-Gesamt-Index ergab sich insgesamt ein Anstieg um 1,04 beziehungsweise 6,50 Prozent.

Quelle: haufe.de

Preise für Wohnungen verteuern sich im Rekordtempo – das liegt auch an der Baupolitik

Der Empirica-Index für Eigentumswohnungen ist im zweiten Quartal 2017 im Durchschnitt aller Baujahre erneut gestiegen – und zwar deutlich um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Auch der Index für Mietpreise legte weiter zu: um 0,8 Prozent im Schnitt. Alleine die Neubaumieten haben seit 2004 einen Sprung von 26,8 Prozent gemacht. Eine nachfragegerechte Baulandpolitik könnte laut Empirica den Preisboom stoppen.

Quelle: haufe.de

Wohnkostenreport 2017: Kauf 33 Prozent günstiger als Miete – Anzahl der Käufer sinkt in Städten

Es ist immer noch günstiger, in Deutschland zu kaufen anstatt zu Mieten: durchschnittlich ist der Erwerb von Wohneigentum um 33 Prozent erschwinglicher, nach 41 Prozent im Jahr zuvor. Das ist ein Ergebnis des Accentro-IW-Wohnkostenreports 2017. Doch die Zahl der Ersterwerber ist rückläufig, vor allem in den Städten wird es zunehmend schwerer Wohneigentum zu bilden, Tendenz steigend. Besonders betroffen sind Familien.

Quelle: haufe.de

Studie: Wo Immobilien künftig an Wert gewinnen

Wer bereits in den eigenen vier Wänden lebt oder in nächster Zeit eine Immobilie kaufen möchte, kann in zweifacher Hinsicht profitieren: Wohnen im Eigenheim ist die einzige Form der Altersvorsorge, die man sofort nutzen und genießen kann. Darüber hinaus haben Haus- und Wohnungsbesitzer die Chance, dass sich ihr Investment in den nächsten Jahren auch finanziell auszahlt. Denn in mehr als der Hälfte der 402 deutschen Kreise und Städte können Eigentümer davon ausgehen, dass der Wert ihrer Immobilie bis 2030 stabil bleibt oder weiter zulegt. Besonders Großstädte und die angrenzenden Kreise dürften auch in Zukunft zu den Regionen mit relativ hoher Wertsteigerung gehören. Dies sind Ergebnisse der Postbank Studie Wohnatlas 2017, die die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe nimmt.

Im Vergleich deutscher Großstädte hat München die Nase vorn. In der bayerischen Landeshauptstadt steigen die Preise laut Prognose des Postbank Wohnatlas bis 2030 jährlich durchschnittlich um 1,3 Prozent – gefolgt von Dresden mit einer Steigerungsrate von einem Prozent. „Dresden dürfte wegen seiner sehr guten Infrastruktur und einer stabilen demografischen Entwicklung als Immobilienstandort attraktiv bleiben“, erläutert Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank. Die prognostizierte Wertsteigerung in der sächsischen Landeshauptstadt fällt sogar etwas größer aus als in Hamburg und Düsseldorf, wo ein Plus von 0,9 Prozent jährlich erwartet werden kann.

 

Quelle: DEAL-Magazin.de

Wandhängendes WC und Strukturheizkörper als Handtuchwärmer wohnwerterhöhend, keine Erhöhung jedoch bei unter­dimensioniertem Fahrradabstellraum

Ein wandhängendes WC und ein Strukturheizkörper als Handtuchwärmer sind als wohnwerterhöhenden Merkmale zu werten. Ein abschließbarer Fahrradabstellraum führt nicht zu einer Wohnwerterhöhung, wenn er zu klein ist. Ein innenliegendes Badfenster sowie eine vom Bad ausgehende Geruchs- und Geräuschbelästigung stellen keine wohnwertmindernde Merkmale dar. Dies geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Berlin hervor.

Quelle: kostenlos-urteile.de

Immobilienpreise: Marktwerte können auf dem Land bis 2030 um 25 Prozent sinken

Schrumpfende Bevölkerung und eine veränderte Altersstruktur werden die Marktwerte für selbstgenutzte Immobilien sinken lassen. Bis 2030 sollen die Preise von Eigentumswohnungen laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW Berlin in einem Drittel aller Kreise und kreisfreien Städten um mehr als 25 Prozent fallen. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern wird das in einem Viertel der Kreise der Fall sein.

Quelle: haufe.de