Heitere Aussichten für Wohnungsbesitzer

Eine Studie der Postbank sagt weitere Preissteigerungen für Wohnimmobilien voraus. Allerdings trifft das nicht überall zu. Die Debatte über Preisübertreibungen in Großstädten ebbt derweil nicht ab.

Es klingt verheißungsvoll: In mehr als der Hälfte der 402 deutschen Kreise und Städte bleibt der Wert von Wohnimmobilien bis 2030 gleich oder wird sogar noch steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im Auftrag der Postbank durchgeführt hat. In allen Top-Sieben-Städten sagen die Marktanalysten eine reale jährliche Wertsteigerung voraus.

Dieser Befund lässt vermuten, dass am deutschen Immobilienmarkt alles in bester Ordnung ist. Doch ein zweiter Blick offenbart nicht nur, dass es durchaus problematische Städte und Regionen gibt. Auch die Diskussion über Preisübertreibungen in den Großstädten will nicht abebben.
Noch weisen die wichtigsten Indikatoren – Angebot, Nachfrage und Kreditwachstum – nicht darauf hin, dass sich eine Immobilienblase aufbaut. In den Großstädten gibt es kein Überangebot, sondern einen Wohnungsmangel. Nach wie vor wird zu wenig gebaut. Die Nachfrage von Investoren bleibt ungebrochen.

Das erwarten offenbar auch die HWWI-Experten. Beispiel München: Wer glaubt, die Preise in der bayerischen Landeshauptstadt hätten schon ihren Höhepunkt erreicht, den belehrt der Wohnatlas eines Besseren. Um jährlich 1,3 Prozent würden dort die Wohnimmobilienpreise bis 2030 steigen, schätzen die Experten. Das reicht wieder einmal für Platz eins unter den deutschen Metropolen. In der Rangliste der absoluten Kaufpreise steht München ohnehin unangefochten – und wohl auch uneinholbar – an der Spitze. Käufer mussten 2016 durchschnittlich 6.149 Euro pro Quadratmeter Wohnung berappen.
Auf Rang der Städte mit dem größten Potenzial an Wertzuwachs folgt Dresden (ein Prozent pro Jahr, 2.009 Euro pro Quadratmeter), auf Rang drei Düsseldorf und Hamburg (jeweils 0,9 Prozent, 3.116 und 3.884 Euro je Quadratmeter). „Dresden dürfte wegen seiner sehr guten Infrastruktur und einer stabilen demografischen Entwicklung als Immobilienstandort attraktiv bleiben“, erläutert Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank.

 

Quelle: handelsblatt.com

Rekordnaher Umsatz am Grundstücksmarkt Dresden laut Aengevelt

Am Dresdner Immobilienmarkt wurden durch Verkäufe (Asset-Deals) im Jahre 2016 nach vorläufigen Angaben des Dresdner Gutachterausschusses rd. EUR 1,89 Mrd. kontrahiert. Das waren nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH lediglich 4% bzw. rd. EUR 80 Mio. weniger als im Vorjahreszeitraum (2015: rd. EUR 2,97 Mrd.). Damit liegt das Ergebnis zudem beachtliche 44% bzw. EUR 575 Mio. über dem Mittelwert der vorangegangenen zehn Jahre (Ø 2006 bis 2015: EUR 1,31 Mrd.) und ist zugleich das zweithöchste Ergebnis dieses Jahrtausends noch vor dem globalen Boomjahr 2006 (EUR 1,74 Mrd.).

Dies wird auch durch ein seit 2008 steigendes Mietpreisniveau gefördert:

Derzeit reicht die Mietpreisspanne von einfachen Lagen und einfacher Ausstattung zu etwa EUR 4,50/m² bis EUR 8,-/m².
Für die Wiedervermietungen von Wohnungen in bestehenden Gebäuden werden – bei anspruchsgerechter Ausstattung – im Durchschnitt Mietpreise von EUR 7,60/m² gefordert (2015: EUR 7,40/m²).
Für Neubauwohnungen werden aktuell Mieten von EUR 8,- bis 11,-/m² gefordert, d.h. in der Spitze rd. EUR 1,-/m² mehr als noch vor einem Jahr.
Vor allem bei den höherwertigen Neubauten in den sehr beliebten Wohnlagen, zu denen u.a. Weißer Hirsch/Loschwitz, Seevorstadt, das Preußische Viertel, Blasewitz und Striesen zählen, ist die Nachfrage deutlich höher als das marktgerechte Angebot. Hier liegen die Mieten i.d.R. zwischen EUR 8,50/m² bis EUR 11,-/m², in der inneren Altstadt im Mittel bei EUR 11,-/m².

Quelle: DEAL-Magazin.de

Deutsche B-Städte: Stärkere Mietentwicklung als in Top-7-Metropolen

Die durchschnittlichen Angebotsmieten in den 14 B-Städten (dazu zählen auch Dresden und Leipzig) sind in der zweiten Jahreshälfte 2016 um 1,8 Prozent auf 8,42 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

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In Essen, Mainz und Dresden hingegen sind die Mieten in der zweiten Jahreshälfte 2016 gefallen. In Essen fielen die Büromieten im Schnitt um 1,6 Prozent auf 8,17 Euro, in Mainz um 0,8 Prozent auf 9,57 Euro pro Quadratmeter. Dresden bildet mit 6,85 Euro pro Quadratmeter das Schlusslicht der untersuchten Standorte. In fast allen Segmenten haben die Dresdner Büromieten nachgegeben, im Mittel um 1,1 Prozent.

Quelle: DEAL-Magazin