Altbaukauf: Pflicht zum Nachrüsten in den ersten zwei Jahren

Käufer älterer Immobilien müssen nicht nur die Kaufsumme aufbringen, sondern oft auch schon Geld für die baldige Sanierung einplanen. Denn der Gesetzgeber sieht eine Nachrüstpflicht vor, die binnen zwei Jahren umgesetzt werden muss.

Wer einen Altbau kauft, muss unter Umständen schon in den ersten zwei Jahren Geld in die Sanierung investieren. Das sieht der Gesetzgeber vor, wie der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin erläutert.

Laut aktueller Energieeinsparverordnung (EnEV) gilt die Nachrüstpflicht für Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäuser, die ihren Altbau nach dem 1. Februar 2002 übernommen haben oder künftig übernehmen und ihn auch selbst bewohnen.

Spätestens zwei Jahre nach der Eintragung des neuen Besitzers im Grundbuch müssen alle zugänglichen Warmwasserleitungen und die dazugehörigen Armaturen in ungeheizten Räumen isoliert sein – wenn dies bei Verkauf noch nicht der Fall war.

Außerdem müssen die neuen Besitzer die jeweils obersten Geschossdecken dämmen, die beheizte von nicht beheizten Räumen trennen. Das betrifft in der Regel die Decke zum nicht ausgebauten Dachboden. Alternativ lässt sich das Dach dämmen.

Es können aber noch weitere teure Investitionen dazukommen, die der Gesetzgeber vorschreibt: So müssen Käufer Heizkessel erneuern, die mit flüssigen oder gasförmigen Stoffen betrieben werden, sobald sie 30 Jahre alt sind. Ausgenommen davon sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel.

Ob solche Nachrüstpflichten bestehen und die Gelder dafür beim Kauf eingeplant werden sollten, erfahren Kaufinteressenten oft auch aus dem Energieausweis. In neueren Dokumenten, die speziell für den Verkauf des Gebäudes angefertigt wurden, sollten laut VPB die Nachrüstpflichten ausdrücklich aufgeführt sein.

Quelle: dnn.de

Verschärfung der EnEV: Mindestwerte nicht mehr einzuhalten

Bei einer weiteren Verschärfung der EnEV 2016 – etwa auf einen mit dem KfW-Standard 55 Standard vergleichbaren Effizienzhausstandard – ist die Wärmeversorgung bei Wirtschaftsimmobilien nicht mehr mit allen Energieträgern möglich und stellt unverhältnismäßig hohe Anforderungen an die thermische Qualität der Gebäudehülle. Zu diesem Schluss kommt das „Gutachten zur Verschärfung der EnEV und Zusammenlegung EnEV / EEWärmeG für Wirtschaftsimmobilien“. Dieses hatte die Task Force Energie des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. bei Univ. Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, CEO der EGS-plan Ingenieurgesellschaft, Stuttgart und Direktor des IGS, TU-Braunschweig, in Auftrag gegeben. „Hierdurch bestätigen sich die ersten Erkenntnisse des Zwischenberichts von September letzten Jahres“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Die Prinzipien von Technologieoffenheit, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität werden durch weitere Verschärfungen der Effizienzstandards verletzt. Wir müssen und können die Klimaschutzziele mit effizienteren Methoden erreichen.“

Quelle: DEAL-Magazin

Gebäudeenergiegesetz: Union stoppt Anhörung im Bundeskabinett

Das Gebäudeenergiegesetz wird diese Woche nicht wie geplant vom Bundeskabinett verabschiedet, wie die Deutsche Energie-Agentur (dena) mitteilt. Damit wird es eng für diese Legislaturperiode. „Ich hoffe sehr, dass dieses für die vielfältigen Akteure wichtige Gesetz damit nicht auf der Kippe steht“, sagt dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann. Gestoppt wurde das Gesetz zum Energiesparen von der Unionsfraktion.

Quelle: Haufe.de