Wohnungseigentumsrecht: Alleinige Nutzung führt zur Kostentragung

Werden einem Wohnungseigentümer gemäß der Gemeinschaftsordnung die Instandhaltungs- und Instandsetzungspflichten übertragen, so hat er im Zweifel auch die entsprechenden Kosten zu tragen. Dies gilt auch, wenn es um Flächen geht, an denen dem Eigentümer ein Sondernutzungsrecht zusteht, also Flächen, die eigentlich zum Gemeinschaftseigentum gehören. Weiter gilt dies nicht nur für die ursprünglich vereinbarten Flächen, sondern auch für Flächen, die im Laufe der Zeit hinzukommen. Der BGH hat klargestellt, dass die Eigentümerversammlung auch die Folgekosten einer baulichen Gestaltung dem Einzelnen auferlegen darf und der betroffene Eigentümer keine Kostenerstattung für von ihm angestoßene Veränderungen von der Gemeinschaft einfordern kann.

Kommentar

Hintergrund dieser Kostenverteilung ist, dass derjenige, der Flächen allein nutzen, verändern und auch andere von der Nutzung ausschließen darf, auch die Kosten vollständig tragen soll.

Quelle: bethge-legal.de